Archive | March 2014

Unser Spiel am 28.3. in der Tanzmetropole Neustädtlein

Als wir das Lokal betreten, fühle ich mich in die Siebziger zurückversetzt: es sieht genauso aus wie die Tanzpaläste damals, in denen ich gespielt oder an meinen freien Tagen besucht hatte: das Riverboat in Stuttgart, der Königshof in München, der Bayerische Hof in Fulda… Das Mobiliar, die Beleuchtung, die Atmosphäre, alles. Ich fühle mich sofort heimisch und muss schmunzeln.

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Während wir zügig unsere Instrumente aufbauen, erscheint Fritz, der Chef, der uns sehr herzlich begrüßt. Er erzählt, sonst würden hier Künstler wie Helene Fischer und Andreas Fulterer auftreten… Wir fühlen uns geehrt und eingeschüchtert. Zum Glück erwähnt er Semino Rossi oder Andrea Berg nicht, sonst würde uns das Herz gänzlich in die Hose rutschen. Oder Hansi Hinterseer himself. Dabei ist der ein so toller Skifahrer, nicht? Sei’s drum. Das Lokal erinnert mich an die goldene Ära des Schlagers, als ich die Ehre hatte, herausragende Künstler wie Nina und Mike, Renate und Werner Leismann und Bernd Clüver zu begleiten. Der Bernd war ein unglaublich netter Kerl – a ganz Lieba, würde mein Freund Karl sagen – und ein richtiger Frauenheld. Doch ich schweife ab. Na und? Dafür ist der Blog doch da, oder? (Beschwerden bitte direkt an die EU!) Zurück zur Gegenwart, die bekanntlich nur ein Augenblick ist, und schon ist sie Vergangenheit, wie der vergangene Freitag. Also:

Jung und dynamisch betreten wir die große Bühne. Flogges Maskottchen, The Animal, Drummer der Muppets, lächelt uns ermunternd zu.

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Und das ist bitter nötig, denn das große Lokal ist fast leer, kaum 30 Gäste sind da. Kein Wunder, fern, so fern der Heimat, hier kennt uns kein Mensch. Bis auf einen, der aussieht wie Z.Z.Top. Er wirft sich Wolfi ungestüm an den Hals, sein schütterer Bart weht hinterher: “Ja der Wolfi von Skarabeus…” Berühmt zu sein ist alles.

Vor einem leeren Haus zu spielen ist nicht einfach. Doch hier haben auch Helter Skelter oder Heaven In Hell so angefangen, und mussten sich von Mal zu Mal nach oben kämpfen. Nun steht dies auch uns bevor. (Peter S., danke, du bist ein Schatz, wirklich!) Hoffentlich passiert das noch ehe ich 80 bin (und Wolfi 76 und Wolli 67 und Flogge 59, schon gut, okay!).

FREE ME! Emsig springen zwei Paare auf und tanzen Foxtrott. Na also! Beim dritten Song tanzt sogar ein drittes Paar. Und mit Sultans Of Swing sind auch die letzten 13 Skeptiker von uns überzeugt. In der Pause kommt Fritz und schmeißt eine Runde Campari-Orange. Wir gefallen ihm! Jetzt kann nichts mehr schief gehen.

Zweite Runde. Up Around The Bend, You Ain’t Seen Nothin’ Yet… Die Tanzfläche füllt sich, jetzt sind es schon an die 70 Menschen. Munter schwingen sie das Tanzbein, aber als wir unsere erdigen Bluesrockfunksoul-Songs auspacken, bleibt die Stimmung gedämpft, und wir ahnen auch, warum…

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In der Pause stecken wir unsere Köpfe zusammen. Zum ersten Mal, seit wir auftreten, war die Reaktion auf Steely Dan, Stevie Wonder usw. nicht so, wie sonst. Klare Sache: dieses Publikum ist kein konzertantes Zuhörervolk, sondern will tanzen und abgehen. Wenn wir hier öfter auftreten wollen, müssen wir das berücksichtigen, zumindest teilweise, denn wir können weder erwarten, dass die Leute sich ändern, noch dass sie einfach wegbleiben und dafür andere kommen. Darüber müssen wir nachdenken und unsere Strategie ein bißchen ändern, ohne dass wir den PrimeStone-Stil aus den Augen verlieren! Denn eine Party-Rockband sind wir nicht und wollen es auch nicht sein.

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Zum Glück haben wir in der dritten Runde auch einige richtige Kracher: Davy’s On The Road, Alright Now, Honky Tonk Women, Sweet Home Alabama… Das Volk ist zufrieden, und wir auch – fast. Die rauchende Rockrunde hat den Abend gerettet!

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Einige Zugaben noch, dann ist Schluss. Gratulationen, Schulterklopfen. Anschließend noch ein längeres Gespräch mit Fritz, der die Sache genauso sieht wie wir. Wir sind gut, aber beim hiesigen Publikum können wir nicht erwarten, dass sie bei Songs wie Do It Again oder Living For The City andächtig zuhören. Beim nächsten Mal müssen wir mehr Gas geben! Und das werden wir auch tun. Wir dürfen im Herbst wiederkommen! Und wir werden die

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ROCKEN!

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Unveröffentlichte Fotos – mit frechen Bemerkungen

Hallo Fans (und Nicht-Fans, however),

ich kann und möchte Euch einige Fotos, die es nicht geschafft haben, in die Berichte über unsere Auftritte aufgenommen werden, nicht vorenthalten! Dazu einige hoffentlich lustige bis süffisante Bemerkungen, fertig. Das Internet ist voller schrecklicher Bilder, da kann es nur besser werden… Let’s go:

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Du, Pätär… ich will nicht stören… aber kannst du mir etwas Vorschuss geben? Sonst vergesse ich sofort meinen Text…

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Nette Kneipe hier…

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…aber wo bleibt mein Bier??

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Für mich auch eins! FÜR MI AU!!

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Was hat er da in der Hand?

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Laser-Sticks…

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China-Fächer…

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oder eine Handvoll Mikados?

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Ihr wellet mi versäckeln?!

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Glei gibt’s was auf die Gosch!

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Dabei habe ich sooo treue Fans!

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Willkommen…

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…im Club der…

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Glatzen!

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Ööö… wie machen sie das? Spielen sie auch selber??

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Hmm… ööö…

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das ist doch… ein…

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MISCHPULT!

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Zu dir oder zu mir?

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ZU MIR!!

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Hey, Kleine…

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stell dich nicht so an, sonst…

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wirst du einfach hingelegt!

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“Guck mal, geil! Wo spielen die?” Ja hier gerade!” “Echt? Du verarschst mich!” “Ach was, schau…”

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“… ich nehme sie gerade auf!”

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Meiner ist länger!

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Ja und? Dafür habe ich zwei!

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Ja und? Ich habe drei plus eins…

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jawoll!!

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Aiouao… ich bin so müde…

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Dafür bin ich hellwach!

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Aufgewacht! Nur noch die Hörner fehlen!

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Nicht nur die, höhö…

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Und jetzt habe ich auch noch Rücken!

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Was soll ICH sagen?

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Tja, das Leben ist nur im Suff zu ertragen… hick…

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TATTERGREISE!!!

 

So, hoffentlich hat es Euch Spaß gemacht! Herzlichst und einen rockigen Gruß, Eure

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