Archive | May 2014

PrimeStone vs. Dortmund – der Rückkampf

Wir haben es geschafft! Nach einer Beinahe-Niederlage und zwei unglücklich abgesagten Spielen sind die Mannen von Primestone wieder obenauf. Wir sind stolz, das Spiel Bayern-Dortmund gewonnen zu haben. Wie kam es dazu?

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Nach einem überaus herzlichen Empfang im Fiddler’s Green in Pfaffenhofen an der Roth – Jens, du bist ein toller Typ! – beeilten wir uns, die Anlage zeitig aufzubauen, denn zum Spielbeginn um 20 Uhr wollten wir fertig sein. Was danach kam, wissen die Meisten: bis zum regulären Spielende stand es 0:0, und es ging in die Verlängerung. Nichtsdestotrotz enterten wir die Bühne, wo wir mit lebhaftem Applaus empfangen wurden. Derart ermuntert riefen wir das Publikum zu einer demokratischen Entscheidung (bei uns gibt es das noch!!) auf. Wer ist für Fußball? 4-5 Arme hoben sich. Und wer für Musik?? Zahllose Arme reckten sich in die Höhe, und, angestachelt von so viel Zuneigung begannen wir zu spielen, adrenalingeladen und gut gelaunt, nach der Durchsage: “Meine Damen und Herren, wir stellen fest, dass die Partie zwischen Bayern und Dortmund von uns gewonnen wurde!”

Offensichtlich wurden auch die müden Recken von Bayern München davon angesteckt, denn in den folgenden Minuten fegten sie Dortmund vom Rasen. Auf dem großen Bildschirm konnten auch wir das Geschehen verfolgen, und das war gar nicht leicht, während wir spielten; doch ein Musiker ist bekanntlich zur Multitasking fähig. Der Laden war proppenvoll, anders als in Balzheim, und die Stimmung entsprechend. Schnell stellten wir fest, dass die Leute nicht nur zum Abfeiern kamen, sondern vor allem, um anspruchsvolle Rockmusik zu hören, und das stachelte uns zusätzlich an!

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Diese Zuhörerschaft war eine “gute Ehefrau”: sie liebte uns nicht nur, sie verstand uns auch. Und allein die Tatsache, dass wir für sie wichtiger waren als der Fußball, nahm uns regelrecht in die Pflicht. Und das ist es: eine Band kann von einem guten Publikum angestachelt Höchstleistung vollbringen. Es ist eine Wechselwirkung, und dabei entsteht eine Stimmung, die man MAGIC nennen kann. Man hebt vom Boden ab und spielt wie in Trance. Wir waren Müller, Robben und Götze, jeder Schuss ein Treffer, jedes Dribbeln gelang, berauschend, fantastisch. Doch es war nicht nur unser Erfolg: Jens Hagg, der Besitzer, versteht es seit Jahren, das Lokal und das Drumherum – Band, Studio, Computerkurs usw. – so zu führen, dass dabei eine verschworene Gemeinschaft entstand, die weiß, dass alles stimmt, und deshalb ist Fiddler’s nicht nur stets voll, sondern es sind auch die richtigen Leute: ein tolles Stammpublikum, das diese Anstrengungen zu honorieren weiß. Die Bands, die hier regelmäßig auftreten, die sonstigen Veranstaltungen von Jens, kurzum: das Konzept stimmt, und das zahlt sich aus, hoffentlich nicht nur ideell, sondern auch finanziell.

Konzept: das ist das Zauberwort. Auch Primestone hat ein Konzept: wir spielen nicht einfach Cover-Rock, sondern beschränken uns auf eine Musik, die noch Wurzeln hat: Classic Rock, der immer auf Volksmusik basiert: Blues, britische Folklore, südamerikanische, schwarze. Und jedes Stück ist einmalig, eben die größten und erfolgreichsten Rocksongs der Geschichte. Die Leute analysieren das nicht, sie spüren nur, was da abgeht. Auch die unbändige Spielfreude beeindruckt sie, die freilich nur da ist, wenn jeder von uns uneingeschränkt hinter der Musik steht und sie richtig genießt. Und das tun wir, ganz sicher.

Doch auch der Zufall spielt eine Rolle: als Wolfi nach der Pause nicht auftauchte, holten wir kurzerhand Roland von Sullom Drive auf die Bühne, und er spielte den Bass wie ein Berserker! Das Publikum war aus dem Häuschen, und wir auch: die unerwartete Abwechslung gab dem Abend eine besondere Farbe, die Stimmung wurde noch besser. Danke, Roland, du bist ein Tier!

So verging der Abend, wir spielten bis halb zwei, und machten etliche Zugaben, bis wir nicht mehr konnten… 230 Jahre sind kein Pappenstiel, das sage ich euch, und ich allein bin schon die Hälfte… na ja, beinahe. Doch wir hielten wacker durch. Für dieses Lokal und dieses Publikum war uns keine Mühe zu schade. Danke, Publikum, danke, Jens und Team, danke, Roland, es war ein unvergesslicher Abend!

P.S. Ein Extra-Dank geht an unseren Freund Dieter Hüllen, weil er uns beistand, als Not am Mann war: er stellte sich als Kassier zur Verfügung, unentgeltlich und selbstlos. Danke, Dieter, du bist ein Schatz!

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