Doppelspiel einer jungen alten Band (Don’t think twice, it’s alright…)

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Primestone – eine scheinbar alte, in Wirklichkeit aber junge Band

Ja, wer uns kennt, weiß: wir sind beides, jung und alt. (Es macht Spaß, damit zu kokettieren!) Das ist Vorteil und Nachteil zugleich. Vorteil, weil wir eine große Bühnenerfahrung haben und Nachteil, weil eine neu gegründete Band mehrere Jahre braucht, bis sie sich etabliert. Da ist jede Hilfe willkommen! Und bei unseren letzten zwei Auftritten bekamen wir kräftige Schützenhilfe von unseren Freunden von Helter Skelter – Danke, Jungs (und 1 Mädel!)!

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Sie fragten uns vor einigen Wochen, ob wir bereit seien, als Support mit ihnen aufzutreten. Und ob wir bereit waren! Freilich nicht nur, weil wir wussten, zu ihnen kommen mehrere Tausend Leute, und dieser Umstand eine hervorragende Reklame für unsere junge/alte Band ist, sondern weil sie wirklich eine großartige Band sind, und vor ihnen aufzutreten (und zu bestehen) eine große Herausforderung ist.

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Bestehen wir vor einem Publikum, dass eigentlich wegen HS da ist?

Der erste gemeinsame Auftritt fand am 4.7.15 in Ulm statt: es war eine Jubiläumsfeier der Firma EVO Busse. Bei brütender Hitze bauten wir auf in der großen Werkhalle, die man zu diesem Zweck vollständig geleert hatte. Und bekamen eine Kostprobe von der Logistik von Helter Skelter (und der Fa. EVO, natürlich): es war einfach alles perfekt organisiert. Der Aufbau der großen Anlage – die Roadies arbeiteten unermüdlich seit 6 Uhr früh; das Umfeld – aufmerksame und sehr hilfsbereite Frauen und Männer von der Firma, die uns unterstützten, wo sie nur konnten; die Verpflegung – Essen und Trinken in Hülle und Fülle, sogar in einem eigens dafür gestellten, relativ kühlen Raum.

Doch nun zum Konzert: Nach sorgfältigem Soundcheck eröffneten wir den Auftritt mit unserem ersten eigenen Song We Are Primestone, den unser Wolfi für uns komponierte. Die Halle war noch nicht voll, doch das Publikum war sofort dabei, und augenblicklich auf unserer Seite. Super! Die anfängliche Spannung wich sofort. Jetzt darf ich zugeben: etwas Lampenfieber war da, (auch wenn wir alte Hasen sind – oh, schon wieder das Alter…), denn wir sind eine Clubband, und nur zu viert auf der riesigen Bühne…

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Zu viert auf der riesigen Bühne…

Und wir rockten! Bei der infernalen Hitze floss der Schweiß in unsere Augen, die Hände klebten an den Instrumenten, aber das war egal, denn es fühlte sich großartig an. Und während wir spielten, strömten die Menschen herein, es wurden immer mehr… und als Wolfi nach einer dreiviertel Stunde zur Schlusssequenz von Davy’s On The Road Again ansetzte, sangen sie mit, und wollten anschießend ZUGABE! ZUGABE!

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Wolli’s on the road again!

Und obwohl wir diesen Wunsch aus Zeitgründen nicht erfüllen konnten, genossen wir die Reaktion des Publikums sehr, denn es ist nicht selbstverständlich, dass man von einer Vorband Zugabe will.

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Two Animals rock the stage!

Anschließend mischten wir uns unter das Volk, empfingen Komplimente, und als Helter Skelter loslegte, feierten wir mit, denn diese Band ist wirklich Spitzenklasse, das kann ich euch sagen!

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Helter Skelter bei EVO

Sechs Tage später. Wieder sind wir Vorband von Helter Skelter, diesmal vielleicht sogar wichtiger als letzte Woche, denn es ist ein Heimspiel – Erkheim – und öffentlich: es ist der 50. Erkheimer Volksfest.

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Der Ablauf im Vorfeld ist ähnlich professionell wie beim letzten Mal. Dann stehen wir auf der Bühne im riesigen Zelt, die Plätze vor uns ordentlich besetzt, und legen los. Wir haben unser Programm geringfügig geändert – es ist gar nicht leicht, die Songs zusammenzustellen, die uns in 45 Minuten repräsentieren sollen – und spielen uns den Leib aus der Seele – oder umgekehrt, wenn ihr wollt… Denn bei einem so kurzen Auftritt hat man kein Sicherheitsdenken im Kopf, die Kraft muss nicht für vier Stunden reichen, man kann fetzen, was das Zeug hält, und das machen wir auch. Es ist gigantisch, wenn man nur das spielt, was man liebt, und das jeder von uns, denn wir haben schon bei der Gründung der Band beschlossen, nur Songs zu spielen, die jedem von uns uneingeschränkt gefallen. Und das Erkheimer Publikum spürt das, feuert uns vom Anfang an an (an an? An an an!!), es ist großartig, wenn man als Vorband so gut ankommt. Und als die letzten Töne erklingen, wollen die „Zugabe!“-Rufe nicht enden, es ist unglaublich.

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How does it feel?… wenn das Publikum ZUGABE ruft? Fäntästik!

Fazit im Nachhinein: der Auftritt als Support war eine sehr interessante – und positive – Erfahrung. Vor allem der Zwang, die zu spielenden Songs so auszuwählen, dass sie nicht nur unser Konzept und Können ausdrücken, sondern auch noch ein in sich stimmiges Ganzes bilden. Gar nicht leicht! Und zu erfahren, wie viel Konzentration es erfordert, ein technisch anspruchsvolles Lied am Anfang des Programms mit der gleichen Qualität abzuliefern, wie bei einem 3-Stunden-Gig erst in der zweiten Stunde, gut aufgewärmt und freigespielt. Und, und, und… Eine tolle Erfahrung, die wir nicht missen wollen.

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Wolfis Hemd hält dem technischen Anspruch stand…

Noch etwas. Helter Skelter. Wenn man mitten im Publikum steht, hat man keine Ahnung, was hinter dem Ganzen steckt. Man sieht die Lichter, hört die Musik. Dass die Jungs kolossal gut sind, weiß man bereits. Was man nicht weiß, welche Arbeit dahinter steckt. Es gehört mehr als nur Fleiß und Organisationsfähigkeit dazu. Um eine Show in dieser Qualität abzuliefern, muss man besessen sein
Die riesige Anlage. Das Lichtequipment. Die Anzahl der Instrumente. Die Werbung. Die ganze Logistik. Der Zeitaufwand. Risiken eigehen. Wasweißich. Und nochmal wasweißich.

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Besessen…

Also, wer das in dieser Größenordnung betreibt, muss tatsächlich besessen sein. Alles muss stimmen. Nichts darf schiefgehen. Und vor allem: der Wille, das in dieser Dimension durchzuführen, muss da sein. Da muss man innerlich brennen, das kann man nicht mit geschäftlichem Kalkül planen, denn bei dem Aufwand ist es gar kein so großes Geschäft. Nein, das geht nur, wenn man es bedingungslos liebt, und bereit ist, dafür körperlich, seelisch, geistig, und auch finanziell, alles zu geben.
Ich glaube, wir bleiben doch eine Clubband.
Oder??

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Besessen…

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